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Heute haben wir wieder ein historisches Luftbild in unserer Serie aus dem Fuldaer Land. Die Zeltstadt für Flüchtlinge im Fuldaer Münsterfeld war eine vorübergehende Aufnahmestelle zur Erstregistrierung neu angekommener Flüchtlinge mit einer Kapazität von bis zu 400 Personen. Es war im August 2015 aufgebaut worden, um während der Zeit des größten Flüchtlingsansturms Menschen aufzunehmen. An diesem außergewöhnlichen Projekt waren das DRK, der MHD, das THW, Feuerwehren, die Polizei, das Antonius Netzwerk Mensch und weitere Organisationen beteiligt. Auch viele Fuldaer Privatpersonen haben geholfen.

Die 30 Zelte waren mit einem Holzfußboden und einer Heizung ausgestattet. Das Gelände selbst war rundum blickdicht eingezäunt und auch in der Mitte des Camps ist ein weiterer Zaun zu erkennen. Die unterbrochene Grünfläche links am Bildrand konnte zum Fußball kicken verwendet werden oder für andere sportliche Betätigungen. 55 blaue Dixie-Toiletten waren verdeckt hinter der unteren Baumreihe platziert.

Hinten links sieht man die Gebäude des Polizeipräsidiums Osthessen hinter der Severingstraße, die das Gelände auch auf der rechten Seite begrenzt. Im Vordergrund die Washingtonallee und rechts oben in der Ecke die Black-Horse-Straße. Das Camp wurde vor dem Winter 2015/2016 dann wieder außer Betrieb genommen und abgebaut. Die Flüchtlinge wechselten im November den leer stehenden Baumarkt Max-Bahr/Praktiker. Die Flut der Flüchtlinge ist zum Glück wieder abgeebbt und Notunterkünfte sind heute nicht mehr erforderlich.

Unsere Serie von Luftbildern zeigt aktuelle aber auch historische Luftaufnahmen aus der Gesamtgemeinde Eichenzell und Interessantes aus dem Fuldaer Land. Harald Friedrich, passionierter Motorsegler-Pilot und Luftbildfotograf, schießt die Bilder aus Flugzeugen der Fliegerschule Wasserkuppe und beschreibt die Bilder mit einem kurzen Text.