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Heute rückt die Benediktinerinnen-Abtei Fulda ins Luftbild der Woche. Am auffälligsten ist natürlich die Abteikirche zur Heiligen Maria, eine spätgotische Hallenkirche mit zwei herrlichen Renaissance-Giebeln. An das Gotteshaus gliedert sich rechts der Kreuzgarten an, der zum Klausurbereich gehört und somit nur von den Schwestern bewohnt und verwendet wird. Rund um den inneren Garten ist ein Kreuzgang mit einem Kreuzrippengewölbe angelegt, von dem man von außen leider nur die oben abgerundeten Fenster sehen kann.

Die drei Gebäudeteile, die mit der Kirche rund um den Kreuzgarten stehen, gehören ebenfalls zum Klausurbereich und beherbergen den Speisesaal (Refektorium), den Kapitelsaal, eine Bibliothek, das Dormitorium (Schlafräume) und Büros. Das anschließende schwarze Gebäude mit Flachdach ist das Pflegehaus Sankt Lukas, das für pflegebedürftigen Schwestern zur Verfügung steht. Dahinter mit roten Dächern finden sich Wirtschaftsgebäude, wie Holzwerkstatt, Wäscherei und ein Teeboden zum Trocknen von Kräutern.

Und schon sind wir da, wofür die Abtei Fulda besonders berühmt ist: Beim sehr sehenswerten Kräutergarten! Er ist von der etwa 400 Jahre alten Klostermauer eingefasst und so zur Stadt hin abgegrenzt. In diesem Nutzgarten wachsen neben Obst und Gemüse natürlich auch viele Kräuter, die für Teemischungen verwendet werden und für das legendäre Humofix, das hier in der Abtei erfunden wurde. Aus Küchen- und Gartenabfällen macht Humofix in nur 5 Wochen krümeligen und gut duftenden Humus. Ganz links in der Ecke des Gartens findet sich der Klosterladen mit Terrasse.

Außerhalb der Klostermauern – unten rechts in der Ecke – sieht man das Flachdach des Bekleidungshauses C&A. Unten links vor der Mauer das Haus mit rotem Dach und schwarz gedecktem Erker ist die Stadtpfarrei, in der der ehemalige Eichenzeller Kaplan Stefan Buß schon viele Jahre sehr erfolgreich und mit viel Herzblut als Stadtpfarrer tätig ist. Das Gebäude, das am rechten Bildrand hinter dem Klosterladen ins Bild ragt ist das Palais Altenstein. Dahinter das Gästehaus der Abtei.

Wiederum dahinter sieht man die Einfahrt zum Q-Park Parkhaus und den Busbahnhof am Stadtschloss. Vor dem grünen Bus kann man die Ruine des Heertors erkennen, weshalb der Platz insgesamt auch Heertorplatz genannt wird. Der Bus fährt direkt auf die Schloßstraße, von der aus nach rechts die Rhabanusstaße startet. An den Bauzäunen auf dem Gehsteig erkennt man dort das im Umbau befindliche Tegut-Lebensmittelgeschäft, das vom ehemaligen Eichenzeller Ortsvorsteher Dirk Fischer geleitet wird. Am 26.09.2019 soll der Laden wieder eröffnet werden.

Bleibt nur noch das orange-rote Backsteingebäude mit Türmchen und tollen Giebeln zu erwähnen, die ehemalige Hessische Landeszentralbank, in der heute ein Café betrieben wird.

Unsere Serie von Luftbildern zeigt aktuelle aber auch historische Luftaufnahmen aus der Gesamtgemeinde Eichenzell und Interessantes aus dem Fuldaer Land. Harald Friedrich, passionierter Motorsegler-Pilot und Luftbildfotograf, schießt die Bilder aus Flugzeugen der Fliegerschule Wasserkuppe und beschreibt die Bilder mit einem kurzen Text.