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In der östlich angrenzenden Nachbargemeinde von Eichenzell, in Ebersburg, ist die gleichnamige Burgruine das herausragende Wahrzeichen. Ebersberg wiederum ist der Name des Berges, auf dem die Ruine steht und der Name des Ortsteils in dessen Gemarkung sich der Berg befindet. Der Ortsteil Ebersberg ist eine Streusiedlung, so dass kein Eichenzeller so recht weiß, wo der genau liegt. Alles ein wenig verwirrend.

Da der Ebersberg seit langem stark bewaldet ist, sieht man von der Burgruine nur aus der Ferne etwas. Wenn man den Berg erklimmt, sieht man im Sommer, wenn die Bäume ihre Blätter tragen, von der Burg erst dann etwas, wenn man praktisch direkt davor steht. Wer auf den begehbaren Turm rechts vorne steigt, der hat dann aber eine grandiose Sicht über die Baumwipfel hinweg in die Rhön und ins Fuldaer Land.

Das fränkisch-buchonische Adelsgeschlecht derer von Ebersberg soll die Burg vor über tausend Jahren also im 10. oder 11. Jahrhundert erbaut haben. Deren Wappen enthält vor allem eine in der Mitte gebundene Lilie, die auch wir Eichenzeller in unserem Gemeindewappen tragen. Die Burg wurde im Jahre 1271 vom Abt des Klosters Fulda zerstört und durfte erst 100 Jahre später wieder aufgebaut werden. Da die Burg nie einen eigenen Brunnen besaß, war sie als Wohnburg ungeeignet und wurde daher im 16. Jahrhundert aufgegeben.

Unser Blick auf die Burg kommt ziemlich genau aus südlicher Richtung, rechts der beiden Türme kann man die stattliche erhaltene Burgmauer erkennen, die die beiden Türme verbindet. Die Treppe im begehbaren Turm ist mit einer zeltförmigen Abdeckung aus Zinkblech vor Regen geschützt. Wer den Turm besteigen möchte, kann sich im benachbarten Örtchen Rabennest den Schlüssel abholen. Im Innenhof der Burg stehen Tische und Bänke zur Rast und für eine mitgebrachte Brotzeit bereit.

Unsere Serie von Luftbildern zeigt aktuelle aber auch historische Luftaufnahmen aus der Gesamtgemeinde Eichenzell und Interessantes aus dem Fuldaer Land. Harald Friedrich, passionierter Motorsegler-Pilot und Luftbildfotograf, schießt die Bilder aus Flugzeugen der Fliegerschule Wasserkuppe und beschreibt die Bilder mit einem kurzen Text.