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Heute ist die Milseburg bei Kleinsassen im Fokus unseres Luftbildes der Woche. Ferienbedingt ist die Beschreibung nur kurz. Berge, also richtig mit Felsen, gibt es in der Rhön nur wenige. Meist sind es nur Kuppen und Hügel mit unauffälliger Silhouette. Da ist man als Flieger dankbar für die Milseburg mit ihrem markanten Aussehen. Schon aus vielen Kilometern Entfernung kann man den 835 Meter hohen Berg gut zur Orientierung für den Heimflug benutzen.

Am Nordwesthang, also unter dem unteren Bildrand hatten Kelten eine Siedlung gebaut, die schon vor Christi Geburt in der Eisenzeit bewohnt war, das sogenannte „Oppidum Milseburg“. Heute sind davon nur noch wenige Reste erkennbar, die Natur hat sich alles zurück geholt. Auf dem Berg sieht man heute die Gangolfskapelle mit grünem Dach, die Kreuzigungsgruppe auf dem Gipfel, und die Berghütte Milseburg, unter den Bäumen mit braunem Dach. Sie soll vom Rhönklub jetzt renoviert werden.

Der Kern der Milseburg besteht aus Phonolith, einem vulkanischen Gestein, ähnlich dem Basalt. Auf dem Bild ist rechts auch schön die Geröllhalde zu sehen, die ein ganz eigenes Biotop ist und sogar ein eigenes Mikroklima haben soll.

Unsere Serie von Luftbildern zeigt aktuelle aber auch historische Luftaufnahmen aus der Gesamtgemeinde Eichenzell und Interessantes aus dem Fuldaer Land. Harald Friedrich, passionierter Motorsegler-Pilot und Luftbildfotograf, schießt die Bilder aus Flugzeugen der Fliegerschule Wasserkuppe und beschreibt die Bilder mit einem kurzen Text.